11. Station
Spazierweg 8.75er
11. Station
Zurück durch die Altstadt zum Hammerparkplatz
Nun musste ‚Gerda ihre Suche allein fortsetzen. Sie kam ihrem Ausgangspunkt immer näher und noch immer war keine Spur von Gerd zu sehen. Gerda gab allmählich die Hoffnung auf. Am Himmel blitzte ein weiterer Feuerball auf, weit weg konnte sie also nicht mehr sein.
Gerda schritt mit Angst im Gepäck weiter. Was würde wohl passieren, wenn sie ihren geliebten Gerd nie wieder sehen würde? Daran wollte sie gar nicht denken. Nach dem sie den Rockelmannpark hinter sich gelassen hatte, lief sie in die Altstadt ins Ratskellergässchen. Plötzlich zog ein eisiger Wind auf und alles wurde ganz kalt.
Von oben herab glitt der Drache; auf ihm saß Gerd. Vom vielen Fliegen war er schon ganz bleich im Gesicht und hoffte, dass dieser Flug jetzt ein Ende hatte. Als der Drache näher kam, schmiss Gerda ihm das Edelweiß vor seine Füße. Er griff es sich im Flug und flog mit Gerd davon. Aus weiter Entfernung konnte Gerda sehen, dass der Drache auf dem Hammerparkplatz landete.
Gerdas Herz schlug schneller, als sie Gerd endlich in der Ferne sah. Stundenlang hatte sie nach ihm gesucht, nachdem der Drache ihn entführt hatte. Jetzt stand er auf dem großen Parkplatz, unversehrt, mit einem warmen Lächeln im Gesicht.
„Gerda!“, rief Gerd und lief ihr entgegen. Sie stießen sanft mit ihren flauschigen Köpfen zusammen, und Gerd murmelte erleichtert: „Ich habe dich so vermisst, Gerda. Ohne dich war mein Herz so leer.“
Der Drache beobachtete die Szene aus der Nähe. Sein Blick wirkte nachdenklich, fast traurig. „Ich wollte nie wirklich jemanden verletzen“, sagte er schließlich leise. „Ich war einsam und dachte, wenn Gerd bei mir bleibt, hätte ich Gesellschaft. Außerdem brauchte ich das Edelweiß doch wirklich, damit Schwarzenberg im Festjahr 875 Jahre erblühen kann.“
Gerda trat mutig vor und sah den Drachen an. „Einsamkeit kann man nicht mit Entführung bekämpfen. Aber vielleicht können wir Freunde sein?“
Der Drache hob überrascht den Kopf. „Freunde? Mit… Schafen?“
„Warum nicht?“, sagte Gerd. „Freundschaft kennt keine Grenzen.“
Seit diesem Tag lebten Gerd, Gerda und der Drache in einer friedlichen Gemeinschaft. Der Drache half, die Schafe vor bösen Angreifern zu beschützen und Gerd und Gerda brachten ihm bei, das beste Edelweiß der Wiese zu finden.
Und so schien Schwarzenberg heller als je zuvor, erfüllt vom Lachen eines glücklichen Drachen und der Wärme einer besonderen Freundschaft.
Frage 10: Welches Jubiläum feiert die Stadt Schwarzenberg 2025
(T) 1500 Jahre
(U) 250 Jahre
(G) 875 Jahre
